Ich finde Bruce Springsteen - mal abgesehen davon, dass er irgendwie ein Held zu sein scheint - ganz, ganz furchtbar. Immer schon. Ich mag diese stumpfe Rockmusik nicht. Mochte sie noch nie.
Ich würde Bruce Springsteen in meine Küche einladen.
Meine Frau liebt Bruce Springsteen. Immer schon. Keine Ahnung warum.
Sie wäre natürlich auch in der Küche mit dabei
Ich würde diverse kleine, arbeitsintensive Vorspeisen zubereiten, die mich über den gesamten Zeitraum der Zusammenkunft an den Herd fesseln würden. So blieben mir Gespräche über Lieder, die ich nicht mag und die ich nicht einmal kenne, erspart.
In den Augen meiner Frau, wäre ich wahrscheinlich der Held des Tages, weil ich Bruce Springsteen mit nach Hause gebracht habe.
Wann hat man schon mal die Gelegenheit, trotz der Anwesenheit des Bosses im selben Raum, der größere Held von beiden zu sein? Eben! Eine sehr tief hängende Frucht.
Punk schaute gerade in seiner Anfangszeit ziemlich arrogant-aggressiv auf's Hippietum herab. Doch ausgerechnet der damalige Punk Elvis Costello trat 1980 angesichts der neoliberalen Thatcher-Wende für Hippie-Ideale ein, als er fragte: "What's so funny about love, peace and understanding?" Liebe Kinder, was ist eigentlich ein Hippie? Dazu Neil Young im SPIEGEL-Interview: "Ein Hippie ist jemand, der macht, was sich gut anfühlt, und nicht fragt, wohin ihn das führt." Das hatten Punks aber wohl auch drauf. Hey, eine mögliche Gemeinsamkeit. Come together A-Z.
Bruce Springsteen, weil ich viel besser zu seiner Musik tanzen kann, weil ich seine Stimme, ich sag mal, tausendmal besser finde. Bin allerdings gar kein absoluter Fan, seine Musik begleitet mich eher durch meine Eltern schon seitdem wir ihn gewissermaßen heimlich im Westradio hörten, unter vielen Anderen. Meine Eltern waren damals in Ostberlin auf seinem Konzert, das hat sie nachhaltig beeindruckt.
Er wirkt auch irgendwie nahbarer auf mich, liegt aber nu auch vermutlich daran, dass ich mich mit Neil Young beinahe gar nicht beschäftige.
Meine Schwester und ich wollen auf der nahenden goldenen Hochzeit für meine Eltern u.a. "Dancing in the Dark" und "Heart of Gold" singen (live mit einer alten Coverband, die auch schon auf der Silberhochzeit spielte). Ersteres ist uns wichtiger, falls wir uns aus irgendwelchen Gründen entscheiden müssen.
Neil Young kam zumindest meinem Empfinden nach später erst dazu, wahrscheinlich lief der nicht so oft auf Rias 2?
Es wurde immer Rias 2 gehört damals bei uns und oft in der Küche getanzt. mach ich immer noch.
Ich würde irgendeine (vegetarischen) Suppe kochen wenn es kalt draußen ist und sonst Pizza machen, weil ich die einfach echt gut kann und dann jeder drauf haben kann, was er mag.
Rückblickend schien die eigentliche Punk Zeit nur sehr kurz gewesen zu sein. Vielleicht nur der Sommer von 1976. Hier in D. war es zeitlich verschoben, und hielt sich länger.
Weder Young noch Springsteen sind wahrscheinlich interessante Gäste. Lade lieber John Lydon ein.
Na die Pistols bei der Today Show hab ich doch in der ersten Vorbemerkung erwähnt! :)
Ich habe John Lydon zu P.I.L.-Zeiten mal interviewt, als Plattenfirmen die Radioleute noch zu Interviews geflogen (!) haben. Und als ich noch Radioleut war. Er war damals nett zu mir, obwohl mich alle gewarnt haben, aber ich war auch jung und vermutlich ein leicht zu beeindruckender Gesprächspartner. Jeder zweite Satz von ihm war eine Schlagzeile, erst später fiel mir auf, dass er ne ganze Menge Quatsch erzählt hatte. Schwieriger Typ. Ob er ein guter Gast wäre, käme sicher sehr auf die Tagesstimmung an.
Meine Eltern haben sich nie wirklich für Musik interessiert, aber glücklicherweise hatte mein Vater einen Freund, der ihm Harvest auf Cassette aufgenommen hat. Und auf einer Fahrt in die Niederlande ist das Tape in meinem Walkman gelandet. Ich war 13 und völlig überwältigt. Ich weiß das noch wie heute, wie ich aus dem Fenster geschaut habe und einfach nicht fassen konnte, was für eine Großartigkeit ich da gerade höre. Tatsächlich war ich danach wirklich verliebt in Neil Young; ich war sicher, dass er ein sehr schöner und sehr wundervoller Mann sein musste. Bin froh, dass es Google da noch nicht gab, evtl. hätte ich das Tape dann mit etwas weniger Sehnsucht und Liebe und Ehrfurcht und Melancholie rauf und runter gehört ;-)
Wahrscheinlich gäbe es Gemüsequiche – irgendwie glaube ich, dass er für so 1 bodenständige Pie zu haben wäre …
Zwei Jahre später war ich mit dem größten Bruce Springsteen Fan der Welt zusammen und ich habe es wirklich, wirklich versucht, aber der Boss Funke ist einfach nie richtig übergesprungen, na ja ...
Ich finde Bruce Springsteen - mal abgesehen davon, dass er irgendwie ein Held zu sein scheint - ganz, ganz furchtbar. Immer schon. Ich mag diese stumpfe Rockmusik nicht. Mochte sie noch nie.
Ich würde Bruce Springsteen in meine Küche einladen.
Meine Frau liebt Bruce Springsteen. Immer schon. Keine Ahnung warum.
Sie wäre natürlich auch in der Küche mit dabei
Ich würde diverse kleine, arbeitsintensive Vorspeisen zubereiten, die mich über den gesamten Zeitraum der Zusammenkunft an den Herd fesseln würden. So blieben mir Gespräche über Lieder, die ich nicht mag und die ich nicht einmal kenne, erspart.
In den Augen meiner Frau, wäre ich wahrscheinlich der Held des Tages, weil ich Bruce Springsteen mit nach Hause gebracht habe.
Wann hat man schon mal die Gelegenheit, trotz der Anwesenheit des Bosses im selben Raum, der größere Held von beiden zu sein? Eben! Eine sehr tief hängende Frucht.
… und eine schöne Antwort!
Punk schaute gerade in seiner Anfangszeit ziemlich arrogant-aggressiv auf's Hippietum herab. Doch ausgerechnet der damalige Punk Elvis Costello trat 1980 angesichts der neoliberalen Thatcher-Wende für Hippie-Ideale ein, als er fragte: "What's so funny about love, peace and understanding?" Liebe Kinder, was ist eigentlich ein Hippie? Dazu Neil Young im SPIEGEL-Interview: "Ein Hippie ist jemand, der macht, was sich gut anfühlt, und nicht fragt, wohin ihn das führt." Das hatten Punks aber wohl auch drauf. Hey, eine mögliche Gemeinsamkeit. Come together A-Z.
Äquivalenz. (Ich will nur helfen. :-)
Da hab ich wohl zu änglisch gedacht. :) Danke, ist korrigiert!
Bruce Springsteen, weil ich viel besser zu seiner Musik tanzen kann, weil ich seine Stimme, ich sag mal, tausendmal besser finde. Bin allerdings gar kein absoluter Fan, seine Musik begleitet mich eher durch meine Eltern schon seitdem wir ihn gewissermaßen heimlich im Westradio hörten, unter vielen Anderen. Meine Eltern waren damals in Ostberlin auf seinem Konzert, das hat sie nachhaltig beeindruckt.
Er wirkt auch irgendwie nahbarer auf mich, liegt aber nu auch vermutlich daran, dass ich mich mit Neil Young beinahe gar nicht beschäftige.
Meine Schwester und ich wollen auf der nahenden goldenen Hochzeit für meine Eltern u.a. "Dancing in the Dark" und "Heart of Gold" singen (live mit einer alten Coverband, die auch schon auf der Silberhochzeit spielte). Ersteres ist uns wichtiger, falls wir uns aus irgendwelchen Gründen entscheiden müssen.
Neil Young kam zumindest meinem Empfinden nach später erst dazu, wahrscheinlich lief der nicht so oft auf Rias 2?
Es wurde immer Rias 2 gehört damals bei uns und oft in der Küche getanzt. mach ich immer noch.
Ich würde irgendeine (vegetarischen) Suppe kochen wenn es kalt draußen ist und sonst Pizza machen, weil ich die einfach echt gut kann und dann jeder drauf haben kann, was er mag.
Auf der anderen Seite war nur 1 Jahr vorher das berühmte Interview das viel Zorn erregte, und zur Entlassung des Moderators führte.
https://www.youtube.com/watch?v=LtHPhVhJ7Rs
Rückblickend schien die eigentliche Punk Zeit nur sehr kurz gewesen zu sein. Vielleicht nur der Sommer von 1976. Hier in D. war es zeitlich verschoben, und hielt sich länger.
Weder Young noch Springsteen sind wahrscheinlich interessante Gäste. Lade lieber John Lydon ein.
Na die Pistols bei der Today Show hab ich doch in der ersten Vorbemerkung erwähnt! :)
Ich habe John Lydon zu P.I.L.-Zeiten mal interviewt, als Plattenfirmen die Radioleute noch zu Interviews geflogen (!) haben. Und als ich noch Radioleut war. Er war damals nett zu mir, obwohl mich alle gewarnt haben, aber ich war auch jung und vermutlich ein leicht zu beeindruckender Gesprächspartner. Jeder zweite Satz von ihm war eine Schlagzeile, erst später fiel mir auf, dass er ne ganze Menge Quatsch erzählt hatte. Schwieriger Typ. Ob er ein guter Gast wäre, käme sicher sehr auf die Tagesstimmung an.
Er scheint ja weiterhin nett zu sein, nur sehr ohne Filter. Autistisch würde man heutzutage wahrscheinlich sagen.
Kannst ja Mick Jones dazu bitten, der ist immer nett (glaub ich). Dann wird es auch ein lustiger Abend.
Ja, Mick Jones ist bestimmt extrem freundlich, denke ich auch.
Meine Eltern haben sich nie wirklich für Musik interessiert, aber glücklicherweise hatte mein Vater einen Freund, der ihm Harvest auf Cassette aufgenommen hat. Und auf einer Fahrt in die Niederlande ist das Tape in meinem Walkman gelandet. Ich war 13 und völlig überwältigt. Ich weiß das noch wie heute, wie ich aus dem Fenster geschaut habe und einfach nicht fassen konnte, was für eine Großartigkeit ich da gerade höre. Tatsächlich war ich danach wirklich verliebt in Neil Young; ich war sicher, dass er ein sehr schöner und sehr wundervoller Mann sein musste. Bin froh, dass es Google da noch nicht gab, evtl. hätte ich das Tape dann mit etwas weniger Sehnsucht und Liebe und Ehrfurcht und Melancholie rauf und runter gehört ;-)
Wahrscheinlich gäbe es Gemüsequiche – irgendwie glaube ich, dass er für so 1 bodenständige Pie zu haben wäre …
Zwei Jahre später war ich mit dem größten Bruce Springsteen Fan der Welt zusammen und ich habe es wirklich, wirklich versucht, aber der Boss Funke ist einfach nie richtig übergesprungen, na ja ...
Danke für den Video Tipp – guck ich bestimmt!
Liebste Grüß‘, Tina
Danke für die tolle Geschichte! :)